Käfer (Coleoptera) sind mit über 350.000 weltweit verbreiteten Arten die größte Ordnung aus der Klasse der Insekten. In Mitteleuropa leben etwa 8.000 Käferarten. In Europa schwankt die Größe der Käfer zwischen 0,25 und 75 Millimetern, mit etwa 170 Millimetern ist die Art Titanus giganteus aus Brasilien die größte bekannte Käferart, der größte heimische Käfer ist der Hirschkäfer (Lucanus cervus). Käfer gibt es seit dem Perm (etwa 280 Mio. Jahre). Der älteste Käfer wurde 1944 bei Tshekarda im Ural (Russland) entdeckt.
Da die Käfer zu den Insekten gehören, haben sie mit diesen alle wesentlichen Merkmale gemeinsam, insbesondere die definierende Eigenschaft der sechs Beine, das Strickleiternervensystem, das Blutsystem mit Röhrenherz, das Verdauungssystem mit den Malpighischen Gefäßen und das Tracheensystem für die Atmung.
Die Gliederung der Insekten in Kopf, Brust und Hinterleib ist bei den Käfern abgewandelt. Der mittlere Körperabschnitt besteht nur aus dem gut ausgebildeten und meist frei beweglichen 1. Brustsegment. Das 2. und 3. Brustsegment bilden mit dem Hinterleib eine Einheit, die oberseits durch die Flügeldecken zusammengefasst ist, bauchseits ragt die Hinterbrust über die ersten Hinterleibssegmente hinaus. |